Junge Liederkränzler schon flügge – Kinderchor-Projekt des LK Essingen unter dem Motto „Singen und Bewegen“

Die Singstunde in der Parkschule ist ganz schön fetzig. Aber wenn Chorleiterin Daniela Mannheim und Emanuel Maier zu Stimmgabel und Gitarre greifen, wird es ruhig im Musiksaal.

Die Riten müssen stimmen. Und keine Chorprobe beginnt, ohne dass die Kinder zwischen 4 und 8 Jahren ihre farbigen Konterfeis abholen, die ihnen Daniela Mannheim auf die Finger malt. Und jede Chorprobe beginnt mit dem „Sternenfänger“. Die Kleinen mögen es, sich zur Musik zu bewegen. Und sie kosten es aus. Seit September vergangenen Jahres gibt es beim Liederkranz wieder einen Kinderchor. Neun Mädchen und ein Junge sind mit von der Partie. Der 6-jährige Fabio ist die einzige „Männerstimme“, aber er fühlt sich sichtlich wohl unter den Mädchen. Das Projekt sei hoffnungsvoll gestartet, sagt Daniela Mannheim und auch Liederkranz-Vorsitzender Alfred Setzer ist voll des Lobes über den Nachwuchs im Liederkranz. Neben dem gemischten Chor der Erwachsenen und dem Jungen Chor „Atemlos“ hat man jetzt auch sozusagen die Eingangsstufe besetzt. Kräftig Werbung habe man in Essingen gemacht, in Kindergärten und in der Parkschule, sagt Daniela Mannheim. Inzwischen hat man einen festen Stamm, aber gerne, so die Chorleiterin, könnten weitere Kinder kommen.
Daniela Mannheim dirigiert u. spielt Klavier u. wenn der 16-jährige Emanuel Maier zur Gitarre greift, geht die Post ab im Musiksaal. Ihre Feuertaufe haben die Chorkinder, die noch auf der Suche nach einem kreativen Namen sind, bei der Weihnachtfeier des LKE in der Remshalle gehabt. Nahezu volles Haus, Mamis, Papis, Omas u. Opas und natürlich viele Verwandte wollten die Kids bei der Premiere sehen und hören. Den „Leo Spekulatius“ mit acht Strophen hatte man einstudiert. Sogar daheim in der guten Stuben sei kräftig geprobt wirden, damit das Lied auf den Punkt sitzt.
Momentan probt man eifrig für die Matinee, die am 8. Juni im Rathaus stattfindet. Der Kinderchor wird auch dabei sein. Zuvor gibt es am 16. Mai für Eltern und Angehörige im Musiksaal der Parkschule ein „Mini-Konzert“. Die Kleien zögen proma mit, sagen die beiden Chorleiter, auch wenn sie zwischendrin mal den Zeigefinger, besser gesagt die Stimmgabel, zur Pflichterinnerung erheben müssen. Jetzt fehlt eben nur noch die kreative Namenstaufe. Vielleicht Sternenfänger?